Sport

Sport und Rauchen vertragen sich schlecht.
Raucher sind schlechte Sportler. Im Sport gilt: Raucher schneiden schlechter ab als Nichtraucher. Wer raucht, ist rascher ausser Atem, verfügt über weniger Kraft und reagiert langsamer.

Für sportliche Leistungen benötigt der Körper besonders viel sauerstoffreiches Blut.
In der Lunge nimmt der rote Blutfarbstoff Hämoglobin den Sauerstoff auf und transportiert ihn in den Blutgefässen zu den einzelnen Körperteilen. Gelangt jedoch Tabakrauch in die Lungen, bindet sich ebenfalls das Atemgift Kohlenmonoxid an das Hämoglobin. Für den Transport von Sauerstoff steht weniger Hämoglobin zur Verfügung, der Körper wird schlechter mit Sauerstoff versorgt.

Zudem zerstört der Tabakrauch nach und nach die feinen Lungenbläschen, in welchen der Sauerstoff ins Blut übergeht. Die Lungen werden unelastischer und können weniger Sauerstoff austauschen. Gleichzeitig erhöht der Tabakkonsum, auch in Form von Kau- oder Schnupftabak, den Herzschlag. Raucher haben folglich einen höheren Ruhepuls. Während der sportlichen Aktivität können sie weniger Sauerstoff tanken, nachher erreichen sie den Ruhepuls später als Nichtraucher.

Neben den Lungenfunktionen verschlechtert das Rauchen die Muskelkraft und -beweglichkeit. Bei aktiven Fussballspielern nimmt zehn Minuten nach dem Rauchen einer Zigarette die Muskelkraft um rund zehn Prozent ab.

Auch die Reaktionsfähigkeit sinkt. So verringert sich die Koordination beim Ball-
einwurf nach einer Zigarette um zehn Prozent. Bei einem 12-Minuten Lauf bei einer Rekrutenaushebung erreichten Nichtraucher durchschnittlich 2613 Meter. 19-Jährige, die täglich 20 oder mehr Zigaretten rauchen, kamen 360 Meter weniger weit. Am schlechtesten schnitten Männer ab, die mehr als vier Jahre geraucht hatten: Sie blieben nach zwölf Minuten 425 Meter hinter Nichtrauchern zurück.

Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz hat auch eine gute Nachricht:
Wer mit Rauchen aufhört, erreicht bald wieder bessere Leistungen.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz